Hochofenmuseum Neue Hütte Schmalkalden
Hochofenmuseum Neue Hütte               Schmalkalden 

                                     Herzlich willkommen

Wir freuen uns, dass Sie den Weg zu der Internetseite unseres Museums gefunden haben. Erleben Sie einen spannenden Ausflug in die Geschichte der Roheisenherstellung und der Verarbeitung von Eisen und Stahl zu Kleineisenwaren aller Art im Raum Schmalkalden seit 1300 Jahren. Wir freuen uns über Ihren Besuch!                     

 

Besichtigungsdauer ca. 1,5 Stunden

 

Augustiner-Biergarten am Hochofen geöffnet Do - So 11-20 Uhr

       Erkunden Sie einen der ältesten Hochöfen Deutschlands

Die Neue Hütte ist eine Hochofenanlage von 1835, in der einheimische Eisenerze auf Holzkohlebasis zu Roheisen bis 1924 verhüttet wurden. Mit seiner Konstruktion und technischen Ausrüstung stellt der Hochofen ein Verbindungsglied zwischen dem mittelalterlichem Rennfeuer und dem modernen Kokshochofen dar. Er ist eines der letzten Zeugnisse dieser Technologie in Mitteleuropa. Im Hüttengebäude am originalen Hochofen selbst wird in der Ausstellung die Technologie dargestellt. Weitere Nebengebäude ergänzen Themen, wie Montananalyse, Holzkohleherstellung, Mineralienkunde und die rekonstruierte Wasserkraftanlage. In den ehemaligen Holzkohleschuppen befinden sich moderne Ausstellungen zur fast 1300-jährigen Entwicklungsgeschichte der Eisen- und Stahlwarenproduktion der Region Schmalkalden, den bekannten "Schmalkalder Artikeln". Von 1956 bis 1990 wurden sie unter dem Markenname "Smalcalda" geführt.

 

                                Technologie der Roheisengewinnung

Die mit einem 9,60 Meter hohen Hochofen ausgestattete "Neue Hütte" verkörperte beim Bau 1835 den neuesten Stand der Hüttentechnologie auf Holzkohlebasis. Der Hochofen erzeugte bei durchlaufendem Schmelzgang in 24 Stunden etwa 4 bis 5 Tonnen Roheisen bei einem Verbrauch von ca. 10 Tonnen Erzen und Zuschlägen und 5 Tonnen Holzkohle. Sie können den Ofen rundherum erkunden und bis auf die letzte Höhe von über 11 Metern steigen.

 

                                  Eisen- und Stahlwarenproduktion

Die reichen Eisenerzlagerstätten am Südwesthang des Thüringer Waldes, der große Waldbestand und zahlreiche Gebirgsbäche begünstigten die Entwicklung der Eisen- und Stahlerzeugung sowie der Kleineisenwarenproduktion. Schmalkalden war Jahrhunderte weit über seine Grenzen hinaus bekannt als "Stadt der Schmiede". Die günstige Lage im Netz alter Handelsstraßen ermöglichte den Verkauf der Eisenwaren auf Messen und Märkten. In einer umfangreich gestalteten modernen Ausstellung in den ehemaligen Holzkohleschuppen wird diese Entwicklung von den Anfängen im 8. Jh. bis in die moderne Zeit dargestellt. Von der einfachen zünftigen Handwerkerschmiede bis zum modernen Industriebetrieb werden Technologien und Produkte im Zusammenhang mit politischer und wirtschaftlicher Entwicklung der Stadt Schmalkalden gezeigt.

 

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